Mehr Arbeit durch weniger Mitbestimmung und entzerrten Kündigungsschutz =
vox7.com/vew-agis.htm
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A. Mehr Arbeit durch weniger Kündigungsschutz, weniger Mitbestimmung (-'VEW-AGIS -)
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Diese beiden Themen sind derart emotional überhitzt, weil die Gewerkschaftsfunktionäre
einen wesentlichen Teil ihrer Macht hieraus ableiten.
Wann werden die Gewerkschaften sich damit abfinden, daß die Koalierungsfreiheit
des Grundgesetzes nur geschaffen wurde im Hinblick auf die soziale Funktion
der Verteidigung legitimer Arbeitnehmerrechte?
Die Bildung einer Profitpfründe war damit nicht gemeint.
Von Mitunternehmertum und vom Recht auf Förderung von
Massenarbeitslosigkeit durch Einstellungsbremsen steht dort nichts geschrieben.
Derartiges wurde bei Entstehen der Vorschrift sicherlich auch nicht mitgedacht.
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B. Der Kündigungsschutz ist im Kampf gegen Massenarbeitslosigkeit zu entzerren:
Im Prinzip abzuschaffen - nur gegen Missbrauchsformen muß Schutz bleiben. (-'VEW-AGIS -)
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B.1. Wenn Vollbeschäftigung ist, werden Arbeitnehmer Mangelware.
Nicht der Arbeitnehmer, sondern der Arbeitgeber zittert vor Kündigungen.
Das meiste vom Kündigungsschutz kann sorgenfrei abgeschafft werden,
da gegenstandslos, sobald Vollbeschäftigung dauerhaft erreicht ist.
Wie um 1965 zittern dann wieder die Arbeitgeber,
daß Arbeitnehmer von Konkurrenten für mehr Geld abgeworben werden könnten.
B.2. Der Kündigungsschutz sollte wegfallen, weil zweifelsfrei
Ursache für einen wesentlichen Teil der jetzigen Massenarbeitslosigkeit..
Selbstverständlich hemmt der Kündigungsschutz die Einstellung von jetzt
Arbeitslosen in großem Maß.
Es ist wegen des Kündigungsschutzes leider zur Selbstverständlichkeit geworden,
auch bei steigenden Arbeitsumfang nach Möglichkeit keine Dauerarbeitnehmer
einzustellen.
Aus Angst vor dem Kündigungsschutz bemühen Unternehmer
lieber das gesamte verfügbare alternative Instrumentarium:
Überstunden, Verlängerung der vertraglichen Arbeitszeit,
Leiharbeit, Kurzzeitverträge, Aushilfs-Mitarbeiter.
Reicht dies nicht, so vertreibt der deutsche Kündigungsschutz
die Betriebsauweitungen aus Firmenwachstum ins Ausland.
Eigene Betriebsstätten im Ausland gründen vorzugsweise die Großen.
Von ihnen spricht die Presse, weil jeder es begreift.
Die große M;asse der Kleinen der Wirtschaft hat diese Option nicht.
Diese Unternehmen machen Kooperationsverträge mit ausländischen Unternehmen,
die einen Teil der Produktion oder der Dienstleistungen als Auftragsgeschäft
ausführen. Damit verschwinden nicht nur potentielle Arbeitsplätze vom
deutschen Arbeitsmarkt (Endstation Massenarbeitslosigkeit).
Es wandert auch das kostbare know-how des Kerns des Unternehmens ins Ausland.
Deutschland behält Vertrieb und Marketing... Kundenkontakt kann man nicht out-sourcen.
Irgendwann ist das deutsche Unternehmen innerlich ausgeblutet.
Irgendwann wird der selbst geschaffene ausländische Zulieferer flügge und
bietet die gleiche Ware auch in Deutschland an - zum halben Preis...
So schafft der deutsche Kündigungsschutz weltweit Kuckucks-Geburten.
Als Folge davon ist Massenarbeitslosigkeit in Deutschland die Endstation.
B.3. Den Kündigungsschutz fürchten vor allem die dynamischen
Arbeitsplatzschaffer, die Kleinen der Wirtschaft: Angst vor Totalruin.
Die Angst vor dem Kündigungsschutz betrifft vor allem die einzigen
immer und auch in der Krise expandierenden Bereiche der Wirtschaft:
Nämlich die in günstiger Marktposition befindlichen kleinen und mittleren Unternehmen.
Die Inhaber dieser unteren oder mittleren Unternehmensgröße
leiden oft unter einer regelrechten Kündigungsschutz- Phobie
- und das mit gutem Grund. Hier haften die Inhaber meist selbst.
Kündigungsschutz ist gleichbedeutend mit Insolvenzgefahr,
mit Totalruin, mit Überschuldung und Verlust aller Ersparnisse.
B.4. Der Kündigungsschutz schützt nicht nur.
Er provoziert zugleich Berufsstress, Mobbing und Dauerarbeitslosigkeit.
Erklärter Zweck des Kündigungsschutzes ist, daß die Arbeitnehmer vorzugsweise
dort bleiben, wo sie bereits sind. Fast niemand spricht darüber, daß
ihnen dies gar nicht besonders gut tut.
Kündigungsschutz senkt erheblich die Mobilitätsrate der Arbeitnehmer.
Dadurch verlieren Arbeitnehmer Chancen, in unterschiedlichen Unternehmen
unterschiedliche Wissenskombinationen zu erwerten.
Arbeitnehmer verlieren durch die angeordnete Inzucht an Konkurrenzfähigkeit.
Falls sie dann irgendwann dennoch entlassen werden, finden sie möglichweise
schwer neue Arbeit. Wer will einen Arbeitnehmer, der 100-%-ig zentriert war
auf ein einziges Unternehmen, dort eine einzige Funktion hatte
und nichts sonst gesehen hat in 20 Jahren seines bisherigen Arbeitsleben...
Sodann beginnt das Gezeter: ,,Ich bin erst knapp über 40 - und niemand
will mich - schon zu alt?'' - Nicht zu alt. Jemand, der bis 40 nur ein
einziges Firmengebäude im Kopf trägt, leidet fast immer an verlorener
Konkurrenzfähigkeit durch Arbeitsplatz-Inzucht.
Kündigungsschutz erzeugt eine niedrige Gesamtmobilität des Arbeitsmarktes.
Dies fördert als weiteres Unglück in wesentlichem Umfang Zwangsfortsetzung
von Arbeitsplätzen trotz fehlender Harmonie.
Logische Folge ist die Häufung von Situationen von Mobbing und Berufsstress.
Nur wenige Länder gibt es, in denen
Arbeitnehmer so verbissen an unglücklich machenden Arbeitsplätzen festhalten wie in Deutschland.
Deutschlands Arbeitnehmer wagen lieber den Weg zum Psychiater,
als daß sie wagen, den Chef zu wechseln.
Denn da der Arbeitsmarkt durch Kündigungsschutz wenig fluktuiert,
gibt es oft nur eine einzige Devise - durchhalten.
B.4. Der Kündigungsschutz schützt nicht nur - er versklavt auch ein wenig
die Arbeitnehmer und senkt deren Freiheits- und Glücksniveau.
Grundgesetz und Menschenrechtskonvention schützen mit der Berufsfreiheit
auch die freie Wahl des Arbeitsplaztes und verbieten Zwangsarbeit.
Es wäre übertrieben, zu sagen, der Kündigungsschutz wäre bereits
Rechtsverstoß gegen diese Regeln. Aber dieser Hinweis soll bewusst machen,
daß der materielle Über-Schutz des Arbeitsvertrages einen Unter-Schutz
von immaterielle Werten erzeugt.
Kündigungsschutz steigert die Verweildauer. Sicherlich verhindert er nicht
merklich die Entlassungsquote - vielmehr werden Stellen für fluktuierenden Bedarf
gar nicht erst dauerhaft besetzt, und wo kein Dauer-Arbeitnehmer ist, ist auch
niemand geschützt. Kündigungsschutz senkt durch seine komplexen Nebenwirkungen
aber den Lebenswert und Freiheitsgrad der Arbeitnehmer - kurz gesagt, das Glücksniveau der Menschen.
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C. Die Mitbestimmung ist abzuschaffen - ein missglücktes Relikt
aus der Steinzeit der Sozialismus-Romantik (-'VEW-AGIS -)
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C.1. Mitbestimmung abschaffen, weil sie niemandem etwas bringt.
Ersparnis in Gehaltserhöhung umsetzen - das bringt etwas.
Alle durch Gesetzgebung mitgetragene
Laien-Mitbestimmung sollte ersatzlos gestrichen werden.
Denn Wirtschaftslaien sind erfahrungsgemäß meist nur
Geld verbrennende Beschluss-Marionetten der Fachleute in Beiräten aller Art.
Die bei Abschaffung der Mitbestimmer ersparten durchaus wesentlichen Summen sollten auf die ehrlich
arbeitenden Arbeitnehmer in Form einer Gehaltserhöhung übertragen werden.
C.2 Die idealistische Idee einer Wirtschaft mit Arbeitnehmern als
Kapitaleignern ist Kind des Kalten Krieges - und hat nie und nirgends funktioniert.
Einst galt es, die freiheitlichen Gesellschaften
- einschließlich Marktwirtschaft und Privatkapital - den sozialistischen (,,kommunistischen'')
Diktaturen entgegenzusetzen.
Ein Kind dieser Zeit war die clevere Konvergenzthese in zahlreichen Varianten und Ausformungen.
Unter anderem lautete eine Idee:
Wenn wir alle Arbeitnehmer in kleinen Schritten zu Aktionären machen, also zu Kapitalisten,
nehmen wir den Sozialisten die ideologische Motivation, uns mit Nuklearkrieg zu überrollen.
Denn wenn den Arbeitnehmern die Wirtschaft gehört - was will man mehr? -
Diese Angststrategie bewirkte viele Reglungen ab etwa 1950 und bis etwa 1980.
Ab etwa 1980 war der Fall der Sozialismus-Diktaturen voraussehbar.
Man konnte sich eine Weiterung der absurden Konvergenz-Experimente sparen
und begann, sie abzubauen.
Frankreich verzichtete sogar auf seine der UDSSR abgeschauten
5-Jahres-Pläne zur Anordnung von Wirtschaftswachstum (um 1975).
Das war eines der absurdesten Konvergenz- Spinnereien in der Geschichte der
Wirtschaft. Da man die Statistiken nicht so gut fälschen konnte wie in der UDSSR,
brach man das Experiment nach dem zu erwartenden Misserfolg ab.
Deutschland hat seine wichtigste Konvergenz-Spinnerei dahingegen bis heute
fortgeschleppt - die Mitbestimmung. Da kann man kein Scheitern beziffert nachweisen.
Es gibt Macht und Geld für Gewerkschaften - und also wagt niemand, den Unfug abzuschaffen.
Welche politische Partei wagt schon, ihre nächsten Wahlchancen zu reduzieren
durch einen wirklichen Frontalangriff gegen diese
von den Gewerkschaften gewünschten Missstände?
C.2. Auch der Versuch einer Mitbestimmung aller Bürger
über Aktieneigentum ist gescheitert.
Die einst bei Einführung der Mitbestimmung von vielen vielleicht mitgedachte
Entwicklung zum Volks- und Arbeitnehmer-Aktionärssystem hat
im übrigen ja nie stattgefunden.
Denn die Kleinanleger werden durch sogenannten Börsenkrachs alle etwa 7 Jahre erneut
teilenteignet. So besteht keine Gefahr, daß sie die wenigen ultrareichen Familien
am Kopf der Verflechtungspyramide der Wirtschaft je verdrängen könnten.
Zwar könnte theoretisch die kapitalbildende Versicherungswirtschaft
letztlich die Wirtschaft beherrschen. Das aber tritt nicht ein, sofern die
wichtigsten Versicherungsunternehmen zum eigenen Eigenkapital in das Verflechtungssystem
rings um einige Familien eingebunden sind.
Kurz gesagt, für die Rolle des Arbeitgebers und Kapitaleigners ist und bleibt
der Arbeitnehmer ungeeinget.
Um 1960 reichte das Ausbildungsniveu der meisten Arbeitnehmer nicht für diese Rolle.
Heutzutage ist das Ausbildungsniveau hoch genug. Aber die Arbeitnehmer verwenden
ihre Intelligenz lieber für Urlaubsreisen, Freizeit und Fernsehen, statt den
fachkundigen professionellen Umgang mit Geld zu erlernen.
- Richtig so, denn das ist ja auch gar nicht so einfach.
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